Frauenspezifische Kardiologie 
in München

Frauenherz im Fokus

Herz-Kreislauf-Erkrankungen äußern sich bei Frauen oft anders und subtiler als bei Männern: Eingeschränkte Belastbarkeit, Atemnot, ungewöhnliche Erschöpfung oder Herzstolpern. 

Wenn Herzbeschwerden oder ihre Ursache unklar sind, ist eine gezielte Abklärung wichtig.

Unter der Leitung von Dr. Vera Schneider, Spezialistin für frauenspezifische Kardiologie, widmen wir uns gezielt der Herzgesundheit von Frauen in jeder Lebensphase – mit medizinischer Expertise und Empathie.

Warum frauenspezifische Kardiologie?

Zyklus, Hormone, Schwangerschaft, Wechseljahre etc. - bei Frauen haben gerade geschlechtstypische Faktoren einen großen Einfluss auf das Herz-Kreislauf-System.

Deshalb ist eine frauenspezifische kardiologische Betrachtung so wichtig. 
Zu den führenden Risikofaktoren gehören:

  • Bluthochdruck und Cholesterinerhöhung in den Wechseljahren
    Sinkende Östrogenspiegel können den Blutdruck und das Cholesterin deutlich erhöhen und das kardiovaskuläre Risiko steigern.
  • Schwangerschaftskomplikationen (Präeklampsie, Schwangerschaftsdiabetes, Herzschwäche)
    Sie gelten als frühe Warnzeichen für spätere Herz-Kreislauf-Erkrankungen und sollten langfristig kardiologisch nachverfolgt werden.
  • Autoimmunerkrankungen (z. B. Hashimoto, Rheuma)
    Chronische Entzündungsprozesse erhöhen nachweislich das Risiko für Gefäß- und Herzerkrankungen.
  • Stress & mentale Belastung  
    Care-Arbeit, Doppelbelastung durch Familie und Beruf und Schlafmangel beeinflussen die Herzgesundheit.
     

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Für wen ist diese Sprechstunde sinnvoll?

Für Frauen, die sich eine differenzierte Herzmedizin im Einklang mit ihrer Lebensphase wünschen.

Wir empfehlen eine auf Frauen abgestimmte Diagnostik in folgenden Fällen:

  • Frauen mit unklaren oder atypischen Beschwerden wie Luftnot, Erschöpfung, Leistungsabfall, Rückenschmerzen oder Herzstolpern– auch ohne klassische Symptome wie Brustschmerzen
  • Herzkreislauf-Symptome in den Wechseljahren
  • Herzkreislauf-Komplikationen in Schwangerschaft und Stillzeit
  • Zur strukturierten Einschätzung des persönlichen Herzkreislauf-Risikos

Wir nehmen uns Zeit für eine ganzheitliche Abklärung.
 

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Weibliche Lebensphasen und ihre kardiologische Bedeutung

Eine Schwangerschaft stellt eine erhebliche Belastungsprobe für das Herz-Kreislauf-System dar.

Komplikationen treten bei bis zu 10 % aller Schwangerschaften auf und haben weitreichende prognostische Bedeutung. 
Relevante Schwangerschaftskomplikationen sind:

  • Präeklampsie
  • Schwangerschaftsbluthochdruck (Schwangerschaftshypertonie)
  • Schwangerschaftsdiabetes (Gestationsdiabetes)
  • Schwangerschaftsbedingte Herzschwäche (peripartale Kardiomyopathie)

Die Wechseljahre sind ein zentraler Wendepunkt für die langfristige Herzgesundheit von Frauen.

Viele Frauen erleben die Zeit der Menopause als eine Phase des Umbruchs. Doch während Hitzewallungen und Schlafstörungen offen besprochen werden, bleibt eine Gefahr oft unsichtbar: 
Das Herz-Kreislauf-Risiko – dazu gehören:

  • Anstieg des Blutdrucks – nach der Menopause leiden 50 % der Frauen daran.
  • Anstieg des Cholesterins und der Blutfette
  • Zunahme von viszeralem Fett und Insulinresistenz
  • Fortschreitende Atherosklerose
  • Herzrhythmusstörungen 

Die Lebensphase zwischen Schwangerschaft und Menopause ist für viele Frauen geprägt von Beruf, Familie und hoher mentaler Belastung.

Kardiologisch bleibt sie häufig unbeachtet. Deshalb bietet gerade hier eine präventive kardiologische Diagnostik die Chance, Risiken frühzeitig zu erkennen noch bevor manifeste Herz-Kreislauf-Erkrankungen auftreten. 
In dieser Phase relevant abzuklären sind:

  • Anhaltender oder neu auftretender Bluthochdruck
  • Stoffwechselveränderungen (Insulinresistenz, Gewichtszunahme, Fettstoffwechselstörungen)
  • Folgen früherer Schwangerschaftskomplikationen
  • Chronischer Stress, Schlafmangel und Erschöpfung

Diagnostik in der frauenspezifischen Kardiologie

Diese ermöglicht uns frauenspezifische Risikofaktoren zu erkennen.

  • Schwangerschaftsanamnese (Präeklampsie, Schwangerschaftsdiabetes, Hypertonie, Fehlgeburten, Frühgeburten)
  • Zyklusstatus, frühzeitige Menopause, Wechseljahre, Hormontherapien
  • Endometriose

Neben der Herzmuskelfunktion und den Herzklappen, legen wir auch besonders großen Wert auf die Erkennung von speziellen Formen der Herzschwäche (Herzinsuffizienz) bei Frauen.

  • Frauen leiden häufiger an einer diastolischen Herzinsuffizienz (HFpEF). Hier ist das Herz nicht zu schwach, sondern zu steif. 
  • Neben der klassischen Herzschwäche gibt es Krankheitsbilder, die fast ausschließlich Frauen betreffen, wie das Broken-Heart-Syndrom“ (Takotsubo). 

Der Ultraschall der Halsschlagadern ist eine wichtige, nicht invasive Untersuchung zur frühzeitigen Erkennung von Gefäßverkalkungen (Atherosklerose).

  • Mit dieser Methode lassen sich Ablagerungen in den Gefäßwänden bereits in einem frühen Stadium sichtbar machen – oft lange bevor Beschwerden auftreten.
  • Gerade bei Patientinnen mit Bluthochdruck, erhöhten Cholesterinwerten, Diabetes oder familiärer Vorbelastung kann so das individuelle Herz-Kreislauf-Risiko eingeschätzt werden. 
     

Wir analysieren unter anderem Lipidprofil, Stoffwechselparameter; Hormone und Zyklus.

  • Lipidprofil: LDL-Cholesterin, ApoB, Lipoprotein(a) (bei Frauen besonders häufig relevant)
  • hs-CRP (chronische Entzündung)
  • Autoimmundiagnostik (z.B. rheumatoide Arthritis oder Hashimoto-Thyreoiditis)
  • Eisenstatus (Fatigue, Belastungsintoleranz bei Mangelzuständen)

Die Bioimpedanzanalyse ermöglicht eine schnelle und präzise Bestimmung der Körperzusammensetzung.

Im Gegensatz zur reinen Gewichtsmessung zeigt sie, wie sich Fettmasse, Muskelmasse und Körperwasser tatsächlich verteilen. Besonders das viszerale Fett beeinflusst Bluthochdruck, Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen negativ. Die Messung dauert nur 30 Sekunden.

„Herzerkrankungen bei Frauen werden häufig zu spät oder falsch diagnostiziert. Das wollen wir ändern.“

Dr. Vera Schneider

Häufige Fragen zur Frauenspezifischen Kardiologie

Bei Frauen äußern sich Herzprobleme oft untypisch – z. B. durch Luftnot, Übelkeit, Rücken- oder Kieferschmerzen, starke Müdigkeit oder Schwindel. Genau deshalb ist eine gezielte kardiologische Abklärung wichtig.

Hormonelle Veränderungen können Blutdruck, Cholesterin, Gefäße und Herzrhythmus beeinflussen. Neue Kurzatmigkeit, Herzstolpern oder Leistungseinbußen sollten kardiologisch eingeordnet werden.

Ja. Besonders bei bekannten Risikofaktoren, nach Schwangerschaftskomplikationen oder in den Wechseljahren kann eine frühe Abklärung Klarheit und Sicherheit geben.

Sinkende Östrogenspiegel erhöhen das Risiko für Bluthochdruck, Fettstoffwechselstörungen und Herzrhythmusstörungen. Eine rechtzeitige Prävention ist in dieser Lebensphase besonders wirksam.

Nicht pauschal. Moderne transdermale Präparate erhöhen das Herz-Kreislauf-Risiko in der Regel nicht und können Blutdruck und Cholesterin sogar positiv beeinflussen. Eine individuelle Beratung schafft Sicherheit.

Bluthochdruck, Herzrhythmusstörungen oder Herzschwäche können auftreten – oft ohne deutliche Warnzeichen. Durch eine engmaschige Betreuung können wir Klinikaufenthalte häufig vermeiden. Selbstverständlich können Sie Ihr Baby mitbringen, wir bieten Ihnen eine ruhige Atmosphäre und Raum zum Stillen/Füttern und Wickeln.