Herzrhythmusstörungen und Vorhofflimmern

sicher abklären und wirksam behandeln

Herzstolpern, Herzrasen, unregelmäßiger Puls: Wir klären, ob und welche Behandlung notwendig ist.

Leider bleiben Rhythmusstörungen regelmäßig lange unterschätzt – bis sie Komplikationen verursachen.

Auch milde Beschwerden wie gelegentliches Herzstolpern oder Leistungsknick können relevante Rhythmusstörungen wie Vorhofflimmern verbergen. Im kardiologischen Zentrum München Pasing können wir Ihre Beschwerden genau beurteilen und entscheiden, ob Handlungsbedarf besteht.

Sind Herzrhythmus-Erkrankungen gefährlich?

Nicht jede Rhythmusstörung ist gefährlich. Gefährlich wird es, wenn sie unerkannt bleibt.

Eine Abklärung ist zu empfehlen, wenn:

  • Ein unregelmäßiger Puls, Herzrasen oder Leistungseinbruch bestehen.
  • Symptome wie Schwindel, Ohnmacht (Synkopen), Luftnot oder Brustschmerz hinzukommen.
  • Rhythmusstörungen ohne klare Therapie bestehen.

Entscheidend ist die rechtzeitige Erkennung von Rhythmusstörungen und eine Behandlung nach aktuellem wissenschaftlichem Stand. Genau dafür ist eine kardiologische Vorstellung entscheidend.
 

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Abklärung der Ursachen statt alleiniger Therapie

Häufig wird früh behandelt, ohne alle relevanten Ursachen zu erfassen.

Rhythmusstörungen entstehen häufig auf dem Boden behandelbarer Ursachen. Maßgeblich ist daher, nicht nur den Herzrhythmus zu therapieren, sondern auch die auslösenden Faktoren zu adressieren – so lässt sich der Behandlungserfolg deutlich verbessern.

  • Bluthochdruck (Verlinkung)
  • Herzschwäche (Verlinkung)
  • Koronare Herzerkrankung (Verlinkung)
  • Hormonelle Störungen (z. B. Schilddrüse)
  • Schlafapnoe
  • Alkohol und chronischer Stress


Wer die Ursache kennt, kann gezielter behandeln – und damit das Herz-Kreislauf-Risiko senken.
 

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Moderne Diagnostik von Rhythmus­störungen

Eine zuverlässige Diagnostik ist die Grundlage jeder Therapieentscheidung.

Wir kombinieren klassische und digitale Verfahren.

  • Ruhe-EKG & Langzeit-EKG
    Mehrtägiges Langzeit-EKG erhöht die Detektionsrate insbesondere bei intermittierendem Vorhofflimmern deutlich.
  • Smartwatch- & Smartphone-EKG
    Smartwatch- und Smartphone-EKG-Systeme ermöglichen die Erfassung des Herzrhythmus direkt im Alltag.
  • Echokardiografie
    Mit ihr beurteilen wir Herzstruktur, Herzfunktion und mögliche Ursache und Folgekomplikationen von Rhythmusstörungen.

Alle Untersuchungen dienen einem Ziel: eine klare, individuelle Therapieentscheidung.
 

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Therapie von Herzrhythmusstörungen – individuell statt schematisch

Medikamente können helfen, den Herzrhythmus zu stabilisieren oder die Herzfrequenz zu kontrollieren.

Eine individuell angepasste medikamentöse Therapie kann Symptome wie Herzstolpern, Luftnot oder Leistungsminderung deutlich reduzieren. Wir beraten Sie ausführlich zu den verschiedenen medikamentösen Behandlungsoptionen. Unser Anspruch ist es, eine Therapie mit maximaler Wirksamkeit bei möglichst guter Verträglichkeit zu finden.

Die entscheidende Frage ist nicht, ob eine Ablation möglich ist – sondern ob sie in Ihrer Situation medizinisch sinnvoll ist.

Die Ablation ist ein minimal-invasiver Eingriff über die Leistengefäße, bei dem die fehlerhaften elektrischen Signale präzise unterbrochen werden. Es können sowohl häufige Extrasystolen, als auch Vorhofflimmern mittels Ablation behandelt werden. Wir arbeiten eng mit führenden kardiologischen Kliniken in München zusammen. Sollte bei Ihnen eine Katheterablation notwendig sein, übernehmen wir für Sie die strukturierte Beratung und Koordination des gesamten organisatorischen Ablaufs.

Spezifische Behandlung des Vorhofflimmerns

Die schwerwiegendste Komplikation des Vorhofflimmerns ist der Schlaganfall. Moderne Blutverdünner (orale Antikoagulanzien) senken dieses Risiko auf ein Minimum.

Die Entscheidung zur Blutverdünnung erfolgt bei uns nicht pauschal, sondern individuell risikoadaptiert. In ausgewählten Fällen kann nach erfolgreicher Ablation eine kritische Neubewertung oder Beendigung der Antikoagulation erfolgen.

Wir beraten sie zu Ablationstechniken, die maximale Wirksamkeit mit höchster Patientensicherheit vereinen.

Lange Zeit diente die Ablation vor allem der Symptomlinderung. Aktuelle Studien zeigen, dass eine frühzeitige Ablation die langfristige Prognose verbessert und das Risiko für Schlaganfall und Herzschwäche senkt.

  • Kryoablation (Kältetherapie): Ein bewährtes Verfahren, bei dem die störenden Areale in den Lungenvenen durch gezielte Kälteanwendung isoliert werden. 
  • Pulsed Field Ablation (PFA): Dieses revolutionäre, nicht-thermische Verfahren gilt als Meilenstein. Durch ultrakurze elektrische Impulse werden gezielt nur die Zellen behandelt, die das Vorhofflimmern auslösen. 

Regelmäßige Bewegung, Gewichtsreduktion, Alkoholverzicht und guter Schlaf senken die Rezidivrate von Vorhofflimmern um bis zu 30–40 %.

Ergänzend unterstützt eine strukturierte Nachsorge mittels digitaler Lösungen und Telemonitoring den nachhaltigen Therapieerfolg. Das smartphone und wearables spielen hier eine wichtige Rolle und ermöglichen eine kontinuierliche Verlaufskontrolle und frühzeitige Erkennung von Rhythmusveränderungen. 

„Eine Herzrhythmusstörung mag harmlos wirken – aber ohne präzise Diagnostik und Interpretation bleibt ihr Risiko unklar.“

Dr. Vera Schneider

Häufige Fragen zu Herzrhythmusstörungen und Vorhofflimmern

Gefährlich wird es meist dann, wenn Herzstolpern zusammen mit Schwindel, Atemnot, Schmerzen in der Brust oder einer Leistungsminderung auftritt. Eine Abklärung in unserer Kardiologie in München gibt hier Sicherheit.

Mit EKG, Langzeit-EKG, smart watch EKG und Echokardiografie – alles in unserer Praxis möglich.

Je nach Ursache und Stadium ja: durch Ablation von Vorhofflimmern oder gezielte Medikation lässt sich der Rhythmus oft stabilisieren. Durch moderne Verfahren wie die Kryoablation oder PFA-Ablation lassen sich heute hohe Erfolgsraten zwischen 70 und 85 % erzielen. In Kombination mit einem gesunden Lebensstil kann das Vorhofflimmern dauerhaft gestoppt werden.

Eine Vorhofflimmerablation ist ein minimal-invasiver Eingriff zur Behandlung von Vorhofflimmern. Dabei führen die Kardiologen spezielle Katheter über die Leiste bis zum Herzen. Mit diesen Kathetern werden gezielt die Bereiche der Lungenvenen des Herzens verödet (meist durch Hitze oder Kälte), die die unregelmäßigen elektrischen Signale aussenden und das Vorhofflimmern verursachen. Der Eingriff wird ohne Vollnarkose und ohne Schnitt durchgeführt. Meistens kann man bereits am nächsten Tag das Krankenhaus wieder verlassen. 

Bewegung, Alkoholverzicht, Schlafoptimierung und Blutdruckkontrolle stabilisieren den Herzrhythmus nachweislich. Wir beraten Sie in Bezug auf diese Lebensstilmaßnahmen ausführlich.