Koronare Herzerkrankung 
sicher abklären

Risiken früh erkennen, Therapie optimieren

Viele Herzinfarkte kommen ohne Vorwarnung. Wir klären, wie hoch Ihr tatsächliches Risiko ist – und ob Ihre aktuelle KHK Therapie Sie wirklich schützt.

Bei etwa jedem zweiten Herzinfarkt bestehen im Vorfeld keine Beschwerden.

Denn der Körper kann Engstellen lange ohne Beschwerden kompensieren. Deshalb ist eine Abklärung auch ohne klassische Beschwerden medizinisch sinnvoll.  

Selbst bei fortgeschrittener KHK können wir Ihre Behandlung gezielt anpassen, um erneute Herz-Kreislauf-Ereignisse zu verhindern. Die wichtigste Frage ist nicht, ob Sie behandelt werden – sondern ob Ihre Behandlung Ihr tatsächliches Risiko ausreichend senkt.

Für wen ist eine KHK Abklärung jetzt sinnvoll?

Eine koronare Herzkrankheit verläuft oft lange unbemerkt – oder wird nach einem akuten Ereignis nicht konsequent genug weiterbehandelt.

Ein Termin ist besonders sinnvoll, wenn mindestens einer dieser Punkte zutrifft:

  • Sie haben erhöhte Cholesterin- oder Lp(a)-Werte
  • Sie haben Bluthochdruck, Diabetes oder rauchen
  • In Ihrer Familie gab es Herzinfarkte oder Schlaganfälle
  • Sie hatten bereits einen Herzinfarkt oder eine Stentimplantation
  • Sie bemerken Luftnot, Leistungsabnahme oder schnelle Ermüdung

Je früher wir Ihre Risiken erkennen und beurteilen, desto häufiger können wir invasive Eingriffe und akute Ereignisse vermeiden. Wenn Sie unsicher sind, ist das ein guter Grund für eine Abklärung.
 

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Bereits bekannte koronare Herzkrankheit (KHK)

Viele Patienten sind behandelt – aber nicht optimal eingestellt.

Eine erneute kardiologische Abklärung ist sinnvoll, da die koronare Herzkrankheit ein fortschreitender Prozess ist, der trotz bestehender Therapie weiter aktiv sein kann.

Wir prüfen, ob:

  • Ihre aktuelle Therapie Ihr tatsächliches Risiko optimal senkt
  • Cholesterin-, Blutdruck- und Entzündungsziele erreicht werden
  • Anpassungen sinnvoll sind, um weitere Herz-Kreislauf-Ereignisse zu vermeiden

Eine KHK-Abklärung ersetzt keine Therapie – sie entscheidet, ob Ihre Therapie die richtige ist.
 

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Moderne KHK-Diagnostik 

Ziel der Diagnostik ist eine klare medizinische Entscheidung: Wie hoch ist Ihr Risiko – und welche Therapie schützt Sie langfristig?

Laborwerte machen Risiken sichtbar, lange bevor Beschwerden auftreten.

Wir analysieren u.a.:

  • LDL-Cholesterin und ApoB zur exakten Bestimmung der atherogenen Partikelzahl
  • Lipoprotein(a) als genetischen Risikofaktor
  • Entzündungsmarker wie hs-CRP 
  • Stoffwechselparameter (Glukose, HbA1c)

So werden stille Risikokonstellationen sichtbar, lange bevor Beschwerden auftreten.
 

Nicht jede Engstelle ist automatisch relevant.

Die Stress-Echokardiographie beantwortet entscheidende Fragen:

  • Besteht eine relevante Durchblutungsstörung unter Belastung?
  • Ist die Herzleistung belastungsabhängig eingeschränkt?

Entscheidend für die Therapieentscheidung – besonders bei unklarer Symptomatik.

Das Herz-CT ermöglicht eine nicht-invasive Darstellung der Herzkranzgefäße.

  • Das Herz-CT erkennt Plaques und relevante Engstellen. 
  • In vielen Fällen lässt sich dadurch ein diagnostischer Herzkatheter vermeiden.  

Wir haben regelmäßig Patienten in unserer Praxis, die trotz vollständiger Beschwerdefreiheit im vorsorglichen Herz-CT bereits Plaques oder relevante Einengungen der Herzkranzgefäße aufweisen. Mit einer gezielten Therapie lässt sich in diesen Fällen das individuelle Risiko entscheidend senken. Andererseits kann bei unauffälligen Befunden oft auf Medikamente verzichtet werden.

Dieser dient uns zur frühzeitigen Erkennung von Atherosklerose und Verengung der Halsschlagader (Arteria Carotis bzw. Carotis Stenose).

  • Bereits geringe Carotis-Plaques sind ein Marker für generalisierte Atherosklerose und gehen mit einem erhöhten Herzinfarktrisiko einher
  • Hochgradige Carotis-Stenosen erhöhen das Schlaganfallrisiko deutlich

Behandlung der koronaren Herzkrankheit (KHK) – was wirklich hilft

Lebensstilmaßnahmen sind kein Zusatz, sondern ein fester Bestandteil der KHK-Therapie.

Ihr Nutzen ist klar belegt:

  • Regelmäßige körperliche Aktivität senkt kardiovaskuläre Ereignisse um 20–30 %.
  • Reduktion von viszeralem Bauchfett stabilisiert Gefäße.
  • Guter Schlaf verbessert Blutdruck und Entzündungsaktivität.

Richtig umgesetzt, verstärken diese Maßnahmen die Wirkung jeder medikamentösen Therapie.

Atherosklerose ist eine chronisch-entzündliche Gefäßerkrankung.

  • Selbst bei scheinbar guten Cholesterinwerten kann eine aktive Entzündung Plaques instabil machen und das Herzinfarkt-Risiko erhöhen. 
  • Eine mediterrane Ernährung, sportliche Aktivität, Gewichtsabnahme (v.a. Reduktion von Bauchfett) und stoffwechselwirksame Medikamente senken die Entzündung der Gefäßwand.

Ziel ist nicht nur weniger Plaque, sondern stabilere Plaques.
 

Ein Stent behandelt eine Engstelle, nicht die Grunderkrankung.

Ohne konsequente Nachsorge liegt das Risiko für ein erneutes Ereignis bei 20–30 % innerhalb von 5 Jahren. Unsere Nachsorge umfasst:  

  • Abklärung des aktuellen Risikos.
  • Langfristige Verbesserung des Lebensstils.
  • Konsequente Kontrolle von Cholesterin, Blutdruck und Blutzucker.

LDL-Cholesterin ist ein zentraler Treiber der Atherosklerose.

Studien zeigen eindeutig:

  • Eine Senkung des LDL-Cholesterins um 40 mg/dl reduziert bei Risikopatienten das Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall um etwa 20–25 %.
  • Diese Zielwerte lassen sich dank moderner, gut verträglicher Kombinationstherapien erreichen.

Nicht das Ausgangsrisiko, sondern der erreichte Zielwert zählt.

Bluthochdruck beschleunigt die Atherosklerose deutlich.

Bereits moderate Verbesserungen des Blutdrucks haben messbare Effekte.

  • 10 mmHg weniger systolischer Blutdruck senken das Herzinfarktrisiko um ca. 20 %.

„Koronare Herzkrankheit ist gut behandelbar – entscheidend ist die Diagnose und die Therapiestrategie.“

Prof. Dr. Jakob Ledwoch

Häufige Fragen zu Koronare Herzerkrankung sicher abklären 

Die KHK-Abklärung erfolgt bei uns strukturiert und überwiegend nicht-invasiv. Je nach Fragestellung kombinieren wir Herz-CT mit Koronarkalk-Score, Stress-Echokardiographie, Gefäßultraschall und erweiterte Laboranalysen.

Nein. In vielen Fällen kann dank moderner Bildgebung, insbesondere des Herz-CTs mit Koronarkalk-Score, auf einen Herzkatheter verzichtet werden.
Ein invasiver Eingriff wird nur empfohlen, wenn er medizinisch notwendig und prognostisch relevant ist.

Ein Schwerpunkt unserer Praxis ist die Behandlung der KHK und Nachsorge nach Herzinfarkt oder Stent. Wir prüfen, ob Ihre aktuelle Therapie Ihr Risiko tatsächlich senkt, und optimieren diese gezielt, um erneute Ereignisse zu vermeiden.

Die Behandlung erfolgt nicht nach Schema, sondern nach Ihrem persönlichen Risikoprofil.
Therapieziele und Medikamentenkombinationen werden individuell festgelegt und regelmäßig angepasst.

Lebensstilmaßnahmen sind ein fester Bestandteil der KHK-Therapie.
Wir beraten gezielt zu Bewegung, Ernährung, Gewicht, Schlaf und Stress – evidenzbasiert und realistisch umsetzbar.

Ja, insbesondere bei erhöhtem Risiko.
Viele Gefäßveränderungen bleiben lange symptomlos – eine frühe Abklärung schafft Klarheit, bevor Schäden entstehen.